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Wissenschaft

IW-Studie zeigt: Brilon und Arnsberg führen die Rangliste an

Die IW-Studie stellt fest, dass Brilon und Arnsberg die führenden Kommunen im Hochsauerlandkreis sind. Fünf andere Kommunen schneiden hingegen schlecht ab.

Ein bewölkter, aber nicht allzu trübsinniger Morgen in Brilon.

Hier, wo die Straßen unauffällig zwischen den hügeligen Landschaften verlaufen, zeichnet sich eine unscheinbare Siegermentalität ab. Kaum zu glauben, dass in diesem Städtchen, dessen Hauptbeschäftigung anscheinend das Zählen von Tannenzapfen ist, eine der besten Leistungen im Hochsauerlandkreis (HSK) erzielt wurde. Laut einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) belegt Brilon zusammen mit Arnsberg die Spitzenplätze. Die beiden Kommunen glänzen nicht nur durch eine ansprechende Lebensqualität, sondern auch durch wirtschaftliche Stabilität und wachsende Bevölkerung. Doch wie schneidet der Rest des HSK ab?

Die Rangfolge der Kommunen

Wenn man die Karte des HSK betrachtet, fällt sofort auf, dass fünf Kommunen erstaunlich weit hinten liegen. Orten, die man eher mit stummer Betrübsamkeit als mit blühender Innovation verbindet, wird in der IW-Studie kein gutes Zeugnis ausgestellt. Diese Kommunen kämpfen nicht nur mit dem demografischen Wandel, sondern auch mit der Abwanderung junger Menschen. Die niedrigsten Werte in den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Lebensqualität sorgen für einen beunruhigenden Kontrast zu Brilon und Arnsberg, die sich anscheinend im Wettlauf um die besten kommunalen Bedingungen hervorgetan haben.

Die Studie macht deutlich, dass es neben der attraktiven Seelage und der beeindruckenden Natur auch auf die kommunale Planung und die Schaffung von Arbeitsplätzen ankommt. Ein paar gut platzierte Cafés, eine ansprechende Jugendkultur und zahlreiche Freizeitangebote — all das kann Wunder wirken. Es scheint, als hätten die Gewinner der IW-Studie den Schlüssel zum urbanen Glück gefunden, während die Verlierer noch im Schatten der Vergangenheit schwelgen.

Demografische Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten

Aber es sind nicht nur die fröhlichen Facetten der Sieger, die hier zum Tragen kommen. Die hinteren Plätze sind ein Spiegelbild des demografischen Wandels, der viele ländliche Kommunen in Deutschland betrifft. Leerstehende Häuser, schwindende Bevölkerungszahlen und letztlich weniger Steuereinnahmen sind nur einige der Probleme, mit denen diese Gemeinden konfrontiert sind. Der Mangel an attraktiven Arbeitsplätzen zwingt junge Menschen oft dazu, in größere Städte zu ziehen, wo das kulturelle Angebot und die Jobchancen verlockender erscheinen.

Eine weitere Herausforderung, die sich aus dieser Situation ergibt, ist die Altersstruktur. In vielen der weniger erfolgreichen Kommunen sieht es so aus, dass die Anzahl der Senioren die der jungen Menschen übersteigt. Die Frage ist nicht nur, wie man die jungen Leute zurückholt, sondern auch, wie man sie überhaupt anlockt. Ein wenig mehr Schwung in den städtischen Planungen könnte hier hilfreich sein.

Um den Kreislauf der Negativentwicklung zu durchbrechen, wären kreative Initiativen gefragt. Diese könnten von der Förderung regionaler Produkte bis hin zur Ansiedlung innovativer Start-ups reichen. Obendrein erfordert dies ein Umdenken in der kommunalen Politik, um ein offenes und einladendes Umfeld zu schaffen, an dem junge Menschen und Familien Gefallen finden können.

Blick in die Zukunft

So stellt sich die Frage: Was können andere Kommunen aus dem Erfolg von Brilon und Arnsberg lernen? Ein eingehender Blick auf deren Initiativen in den Bereichen Bildung, Unternehmertum und Lebensqualität könnte hilfreich sein. Vielleicht hat der ein oder andere Platz in der hinteren Reihe ja auch ein Pfund an Potenzial, das nur hilflos unter den Laubblättern der städtischen Untätigkeit begraben liegt. Ganz im Sinne von „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ könnte eine frische Perspektive auch jenen hinteren Plätzen einen neuen Glanz verleihen.

Die IW-Studie lässt Raum für Spekulationen. Und während in Brilon und Arnsberg die Sektkorken knallen, kann man sich in den anderen Kommunen nur an den Kopf fassen. Doch vielleicht ist das der Anfang einer Wende — wenn auch nur in den nächsten fünf Jahren.

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